Das Kollegium
Die Lehrer der Realschule plus Rheinhessische Schweiz

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Realschule plus Rheinhessische Schweiz Wöllstein
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55597 Wöllstein

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Unterrichtszeiten

1. Stunde: 07.30 - 08.15 Uhr

2. Stunde: 08.15 - 09.00 Uhr

3. Stunde: 09.20 - 10.05 Uhr

4. Stunde: 10.05 - 10.50 Uhr

5. Stunde: 11.10 - 11.55 Uhr

6. Stunde: 11.55 - 12.40 Uhr

7. Stunde: 13.25 - 14.25 Uhr

8. Stunde: 14.40 - 15.40 Uhr

ADAC bei den 5ern

Die Luft riecht nach verbranntem Gummi. Ein Auto kommt angefahren, mit 30 Sachen eigentlich nicht schnell. Doch dann legt der Fahrer eine Vollbremsung hin, die es in sich hat. ABS wird aktiviert, das Fahrzeug hebt sich hinten leicht an und senkt sich über den Vorderreifen. Eine geplante Aktion, von der die vier Beifahrer im Vorfeld wussten. Verletzt ist natürlich niemand. Und doch entweicht dem ein oder anderen ein erschrockener Schrei.

„Achtung Auto“ heißt das kostenlose Verkehrserziehungsprogramm des ADAC, das an der Realschule plus „Rheinhessische Schweiz“ stattfindet. „Ziel ist, Schülern kritische Situationen im alltäglichen Straßenverkehr zu verdeutlichen“, sagt ADAC-Moderator Michael Kost.

Durch praktische Übungen und Demonstrationen lernen die Kinder der 5a und 5b innerhalb von zwei Stunden den Zusammenhang von Geschwindigkeit, Reaktionszeit und Bremsweg, auch in Abhängigkeit von verschiedenen Fahrbahnzuständen.

Mit Kreide markiert Kost auf dem Asphalt zwei Linien im Abstand von mehr als zehn Metern. Eine Übung folgt, die den Anhalteweg praktisch erläutern soll. „Auf die Plätze, fertig los!“ Die Kinder rennen und sollen auf der zweiten Linie stoppen. Durch den Bremsweg gar nicht so einfach, sofort stehen zu bleiben, muss manch einer feststellen. Im zweiten Durchgang gibt Kost den Schülern ein Zeichen, wann sie anhalten sollen. Und siehe da: Die Aufgabe erweist sich als noch schwieriger. „Zu dem Bremsweg kommt nämlich auch noch der Reaktionsweg dazu“, erklärt der Verkehrserzieher. Als weitere wichtige Faktoren, die das Anhalten beeinflussen, werden Gewicht, Fahrbahn, Geschwindigkeit und Reifenprofil genannt. „Wenn die Sohle von euren Schuhen glatt ist, rutscht ihr auch schneller aus“, nennt er als Beispiel.
Justin und Marvin sind erstaunt über die vielen neuen Informationen und wollen wissen, wie ein Antiblockiersystem (ABS) funktioniert. „Der Ablauf ist drehen, stehen, drehen, stehen – und das ganz schnell“, beschreibt Kost. „Andernfalls ist das Lenkrad blockiert, sodass der Fahrer keinen Einfluss mehr darauf hat, in welche Richtung sein Auto fährt.“

Der spannendste Teil ist dann auch die Vollbremsung, bei der die Fünftklässler praktisch erfahren, wie wichtig die lebensrettende Funktion des Gurtes ist. „Bevor ich eingestiegen bin, hatte ich ein ganz starkes Herzpumpen“, erzählt Rebecca anschließend. Und als das Auto stoppte – das war Adrenalin pur“, ergänzt Sara. Ein Gefühl, wie bei einer Achterbahn, dass im Ernstfall alles andere als witzig ist, wissen die Schülerinnen, die für sich als goldene Regel für den Straßenverkehr mitgenommen haben: Langsam fahren, besonders in den Spielstraßen.
Im anschließenden Arbeitsblatt mit den Klassenlehrern Teresa Jost und Jochen Koch wird das Gelernte dann nochmals vertieft. Fünf Fragen gilt es zu beantworten, beispielsweise, worauf bei der Fahrt mit einem Kind unter zwölf Jahren mit einer Körpergröße von 1,45 Metern zu achten ist. Wer bei der Verkehrserziehung aufgepasst hat, weiß selbstverständlich, dass der Kindersitz als zusätzliche Sicherheitsmaßnahme zum Gurt gemeint ist.
(Text: Allgemeine Zeitung Alzey, Bilder: J. Koch)